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Zusammenfassung des ersten Kongresstages

Am ersten Tag des Kongresses kamen eine Vielzahl von Themen aus unterschiedlichen Perspektiven zur Sprache. Nachdem Hanna Barbara Gerl-Falkovitz die Frage danach gestellt hatte, ob die Religionen in der Postmoderne am Ende seien, behandelte Peter Hofmann, stellvertretender Klinikvorstand der Grazer Universitätsklinik für Psychiatrie, die mit dem Zeitgeist zusammenhängenden psychischen Störungen.

Professor Nossrat Peseschkian aus Wiesbaden, Leiter der Internationalen Akademie für Positive und Transkulturelle Psychotherapie und Begründer der Positiven Psychotherapie ging der Frage nach, warum Psychiatrie, Psychotherapie und Politik im 21. Jahrhundert transkulturell sein müssen.

Samuel Pfeiffer, Chefarzt einer Psychiatrischen Klinik in Basel und Autor zahlreicher Veröffentlichungen im Bereich Psychiatrie und Religion, referierte über die Phänomenologie und Psychodynamik des religiösen Wahns.

Clemens Sedmak, Direktor des Zentrums für Ethik und Armutsforschung und Professor für Sozialethik am King´s College in London, ging der Frage nach Religiosität, Emotion und Sinnlichkeit auf dem Grund.

Danach stellte der Weihbischof der Diözese Graz Seckau und Professor für Philosophie Franz Lackner die Frage nach Religiosität und Vernunft. In der Neuzeit wurde vor allem die religiöse Dimension menschlichen Lebens vernachlässigt. Nach dem „Tod Gottes“ wurde alsbald auch der Tod des Subjekts verkündet. Der Mensch sei aber von seinem Ursprung und Wesen her auf Glaube und Vernunft verwiesen.

Professor Michael Lehofer, Primarius einer psychiatrischen Abteilung in der Landesnervenklinik Sigmund Freud in Graz und Leiter des Vereins Addiction Research Society, sowie der Grazer Psychiater und Psychotherapeut Helmut Renger sprachen über Krishnamurti, Buddha und die Psychotherapie. Bei ihnen stand die östliche Philosophie und Heilslehre und die westliche Verheißung von der heilen Psyche im Mittelpunkt.

Professor Friedhelm Lamprecht aus Hannover behandelte das Thema des Zusammenhangs zwischen Religion, Moral und Neurose.

Am Abend diskutierte das interessierte Publikum mit Gerl-Falkovitz, Sedmak, Lackner und Musalek unter der Leitung des stellvertretenden Chefredakteurs der Tageszeitung „Die Presse“ Michael Prüller darüber, ob die Religionen nun am Ende seien oder nicht. Dabei wurden auch gesellschaftspolitische Fragestellungen wie Abtreibung und Sexualisierung der Gesellschaft vertieft.

Mit einem vom Grazer Bürgermeister und Steirischen Landeshauptmann gesponserten Buffet fand der Abend seinen Ausklang.

 
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