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Kontroversen

Da hat unser Kongress ja offensichtlich einen Tabubruch begangen – ähnlich dem Thematisieren der Sexualität vor fast 40 Jahren. Manch Reaktion jedenfalls erinnert daran. Sprechen wir es ruhig aus: Religiosität in der Psycho-Zunft stört manch einen. Wir sehen uns mit überraschend vielen emotionalisierten Anfragen konfrontiert. Diese Debatte halten wir für wichtig - immerhin bewegt die spirituelle Dimension unseres Lebens die Gemüter doch einigermaßen heftig.
 

Mit der wertschätzenden Haltung der Psychiatrie gegenüber dem Religiösen konnten wir ein Forum für die kritische Auseinandersetzung mit diesen Themen öffnen. Ja, kennzeichnend für den RPP 2007 ist, dass sich hier Religion und Psychiatrie auf gleicher Augenhöhe begegnen. Das birgt natürlich auch Irritationen in sich und verlangt nach neuen Wegen der Kommunikation. Denn Naturwissenschaft und Glaube sind zwei Dimensionen, die oft nicht viele Berührungspunkte miteinander haben.
 

Auch wenn uns klar ist, dass einige der im Programm aufgeführten Themen kontrovers angesehen werden können, so sollte man nicht davon ausgehen, dass sie die Einstellung der Organisatoren wiedergeben. Die Organisatoren fühlen sich aber frei, gerade bei diesen kontroversen Themen zu einer offenen und kritischen Diskussion aufzufordern und eine solche Diskussion auch zu ermöglichen. Die Veranstalter, der wissenschaftliche Beirat und das Organisationskomitee identifizieren sich nicht notwendigerweise mit jedem Inhalt der 11 Plenarvorträge, 12 Symposien, 3 Podiumsdiskussionen, 40 Workshops, 16 Kurzvorträge und 18 Poster.
 

Die weitestgehende Öffnung für alle religiöse Glaubensbekenntnisse, einschließlich atheistischer Haltungen, implizierte eine möglichst hohe Toleranz in der Zulassung der eingereichten Themenvorschläge. In diesem Sinn beschloss das Organisationskomitee in seiner 5. Vollversammlung am 8.3.07 - nach einem Monat Einsicht in die eingereichten Abstracts - die vollständige Aufnahme der Einreichungen als Workshops bzw. Symposien. Unter diesen Einreichungen waren auch die später kritisierten Workshops von Markus Hofmann und die Exorzismus-Diskussion. Diese Entscheidung erfolgte einstimmig, d.h. ohne Gegenstimme und ohne Stimmenthaltung. Beide Klinikvorstände haben diese Entscheidung gutgeheißen und mitgetragen. Wir verwehren uns gegen den Versuch, hier eine Einzelentscheidung der Kongressleitung zu konstruieren.
 

Da manche Darstellung unseres Kongresses dann aber doch der Sachlichkeit entbehrt, ins polemische oder sensationslüsterne abgleitet und mitunter recht asymmetrisch informiert, sind hier unseres Stellungnahmen der letzten Wochen abrufbar.
 

Ankündigung der Pressekonferenz (05.10.2007):

APA-Meldung Pressekonferenz
 

Allgemeine Erklärungen zum Konzept des Kongresses (21.08.2007):

Stellungnahme des Veranstalters zum Konzept des Kongresses
 

Zur Diskussion um Markus Hoffmann, der in Boulevardblättern manchmal der „Homo-Heiler“ genannt wird (seit 21.08.2007 bei uns durchgängig online abrufbar):

Stellungnahme des Veranstalters zur Diskussion um den Workshop 4.6
 

Stellungnahme zu dessen Rücktritt am 10.09.2007 (seit demselben Tag online abrufbar):

Stellungnahme des Veranstalters zur Stornierung des Workshops 4.6
 

Stellungnahme zur Exorzismus-Diskussion (seit 12.09.2007 bei uns durchgängig online abrufbar):

Stellungnahme des Veranstalters zur Kritik an den Workshops 3.1 und 4.1
 

Wir laden Sie ein, diverse Medienberichte (und deren Erscheinungsdatum) mit diesen Stellungnahmen zu vergleichen – das Ausblenden einiger rationaler Argumente in der öffentlichen Darstellung macht nachdenklich...